Die Kiefer ist ein sehr verbreitetes Nadelholz in Sibirien sowie in unserer Heimat Nord- oder Mitteleuropa.Sie läßt sich sehr gut bearbeiten und durch die Druckimprägnierung ist sie im Außenbereich nach wie vor das gängigste Gartenholz. Die Kiefer findet als druckimprägniertes Gartenholz ein sehr breite Verwendung: gelblich- bis rötlichweiß, das Kernholz ist jedoch rötlich. Charakteristisch für dieses mäßig harte Holz sind die deutliche Jahresringstruktur und die Harzkanäle.Mit dem Holz der Fichte läßt sich hervorragend gestalten. Ein Bau- und Konstruktionsholz mit guten Festigkeits- und Elastzitäts-eigenschaften, durch die Druckimprägnierung für den Außenbereich geeignet. Das hellfarbige Holz aus hiesigen Breiten ist ursprünglich von gleichbleibend gelblichweißer Färbung.Unter Einfluss von Licht dunkelt das Holz deutlich nach.
Die Lärche ist eine sehr haltbare einheimische Holzart - auch „Eiche der Nadelhölzer“ genannt.Durch die natürlichen Inhaltsstoffe ist das Lärchenholz weitgehend resistent gegen Fäulnis und Insektenbefall. Die Lärche kann daher ‚naturbelassen‘ im Außenbereich verarbeitet werden. Sie zeichnet sich durch ihre schöne rötliche Eigenfärbung und ausgeprägte Holzmaserung aus. Unter Witterungseinfluß erhält die Oberfläche eine silbrig - graue Farbgebung.
Die Douglasie, das ähnlich wie die Lärche rötlich bis gelbliche Holz, stammt ursprünglich aus Nordamerika, wird aber seit etwa 70 Jahren mehr und mehr auch in Deutschland angebaut. Aufgrund seiner sehr guten Eigenschaften wie Formstabilität und natürliche Resistenz wird dieses Holz ohne weiteren chemischen Holzschutz auch in Bereichen eingesetzt, wo eine gelegentliche Befeuchtung nicht ausgeschlossen ist. Die Struktur der Douglasie ist sehr grob, breite Jahresringe und zahlreiche Äste sind markante Merkmale. Unter Witterungseinfluß erhält die Oberfläche eine silbrig graue Farbgebung.
Technisch getrocknetes Fichten-Leimholz verbindet den Charakter des gewachsenen Holzes mit hoher Formstabilität. Durch die Verleimung wird nahezu komplett die natürlich Spannung im Holz genommen, Rissbildung und Verwerfung minimiert und eine 10% höhere statische Belastbarkeit gegenüber Massivholz erreicht. In der Regel wird das Leimholz unbehandelt geliefert, beispielsweise für Carports/Terrassenüberdachung, die einen weißen oder hellen Anstrich bekommen sollen,wir können jedoch auch druckimprägnierte Leimhölzer liefern. Im ersten Fall ist ein bauseitiger Holzschutz dann zwingend erforderlich.
Äste und Maserungen gehören zu dem natürlichen Erscheinungsbild des Holzes und können je nach nach Herkunft, Holzart und anderer wachstumsbedingter Einflüsse stark variieren.Anzahl und Größe von gesunden, mindestens einseitig fest verwachsenen Ästen unterliegen beim Gartenholz keinen Einschränkungen
Nachträgliche Harzaustritte sind bei Nadelhölzern völlig normal. Auch bei den mit offenporigen Anstrichen beschichteten Hölzern kann Harz auf die Oberfläche austreten. Eventuell besonders störende Harzflecken können vorsichtig mit einem nicht agressiven Lösungsmitteln (Isopropanol,Terpentin)entfernt werden.
Salzausblühungen - ein häufiger Effekt bei kesseldruckimprägnierten Hölzern ist die grünliche Anfärbung der Oberfläche, insbesondere im Bereich von Ästen. Es handelt sich auch hier um austretendes Harz, das von Kupfersalzen der Imprägniermittel weißlich bis grün verfärbt wird. Die Flecken wittern nach einiger Zeit ab. Leider lassen sich diese Ausquellungen auch bei sorgfältiger Rohholzauswahl und gewissenhafter Qualitätsprüfung nicht ausschließen.
Bläue und Schimmel - in der warmen Jahreszeit ist eine zum teil recht intensive, meist streifig verlaufende Blaufärbung von unbehandelten Hölzern (besonders Kiefer-Splintholz) möglich. Die verursachenden Blaupilze sind jedoch nicht holzstörend und beeinflussen nicht die Festigkeit des Holzes. Nach der Imprägnierung ist der Befall gestoppt, es bleiben jedoch dunkle Zonen sichtbar.
Kesseldruckimpägnierte Hölzer, die nach Fertigstellung verfahrensbedingt eine sehr hohe Feuchte aufweisen, neigen in den Lagerpaketen zu Stockflecken und Schimmelbefall. Diese könne aber nicht ins Holz eindringen und wirken ebenfalls nicht holzstörend. Störende Flecken könne ggf.abgewischt werden oder gleichen sich bei der Bewitterung nach relativ kurzer Zeit an.
Trockenrisse und Verwerfen - als Folge der nicht gleichmäßigen Struktur des Holzes finden die Schrumpfungsprozesse bei Austrocknung nicht gleichmäßig statt. Folge ist ein Auftreten von Trockenrissen und Verwerfen. Auch durch sorgfältigste Rohholzauswahl läßt sich dieser Effekt nicht verhindern. Nach DIN-Norm 4074 sind Trockenrisse grundsätzlich zulässig, da die statischen Eigenschaften und die Haltbarkeit von Holz nicht negativ beeinflußt werden. Leichte Krümmungen und Verdrehungen sind ebenfalls zulässig.


